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Flugzeug
  Checkliste für sicherheitsbewusste Flugreisende

Vor dem Start

  • Merken Sie sich beim Betreten des Flugzeuges des Weg, den Sie zurücklegen, sowie Lage und Typ der Notausgänge, an denen Sie vorbeigehen. Auch die normalen Einstiegstüren sind Notausgänge!
  • Zählen Sie, bevor Sie sich setzen, die Anzahl Sitzreihen bis zum nächst gelegenen vorderen und hinteren Notausgang, und merken Sie sich diese Zahlen. (Im dichten Rauch könnten Sie den Ausgang unter Umständen nicht sehen, sonder nur ertasten)
  • Nehmen Sie möglichst wenig Handgepäck ins Flugzeug und verstauen Sie dieses in den verschließbaren Gepäckablagefächern oder unter dem vor Ihnen liegenden Sitz, auf keine Fall unter Ihren Knien (Sie könnten sonst Ihre eigene Flucht behindern). Falls Sie Probleme haben, informieren Sie das Kabinenpersonal; in jedem Flugzeug gibt es einige „geheime Ecken“ für sperriges Handgepäck.
  • Lesen Sie jedes Mal die Sicherheitsinstruktionen in Ihrer Sitztasche. Prägen Sie sich die Handhabung der Türen und Notausgänge, der Sauerstoffmasken und der Schwimmwesten anhand der Zeichnungen ein.
  • Merken Sie sich die Stelle, an der die Sauerstoffmasken ausgeworfen werden. Meist sind es Klappen über dem Sitz manchmal aber auch in der Rückenlehne des vorderen Sitzes.
  • Kontrollieren Sie, ob der Plastiksack unter Ihrem Sitz, der die Schwimmweste enthalten sollte, nicht leer ist. (Nehmen Sie die Schwimmweste aber nicht heraus, da Sie dadurch ein Siegel beschädigen würden)
  • Schnallen Sie sich an und ziehen Sie den Gurt straff.
  • Stellen Sie die Lehne Ihres Sitzes senkrecht und verstauen Sie das Tischchen, allenfalls auch die Fußstützen und den Video-Bildschirm.
  • Folgen Sie den Demonstrationen des Kabinenpersonlas (sie werden teilweise über Videoanlagen präsentiert). Denken Sie, dass auffälliges Zeitungslesen während dieser zwei  oder drei Minuten öfter ein Zeichen überspielter Angst als von Routine ist.


Während des Starts

  • Schalten Sie, falls es Nacht ist, das Leselicht aus. So können sich Ihre Pupillen weiten, und im Notfall sehen Sie mehr. (Aus dem gleichen Grund schalten die meisten Fluggesellschaften die Kabinenbeleuchtung auf Dämmerlicht)
  • Sammeln Sie sich innerlich, damit sie im Falle eines Problems nicht erschrecken und ohne Panik,  aber rasch und kontrolliert handeln können. Zeitunglesen oder angeregte Gespräche mit Sitznachbarn erschweren diese Sammlung.
  • Falls neben Ihnen oder in Ihrer Nähe ein Mitglied der Kabinenbesatzung Platz genommen hat: Denken Sie daran, dass die Pflicht dieser Leute ist, sich voll auf einen möglichen Notfall zu konzentrieren, und versuche Sie nicht, mit ihnen ein Gespräch zu führen.
  • Falls der Start abgebrochen wird (plötzliches scharfes Bremsen, evtl. Holpern und lauter Lärm): Bleiben Sie ruhig und warten Sie auf Instruktionen des Personals.

Während des Fluges

  • Bleiben Sie immer angeschnallt: Klarluftturbulenz tritt oft überraschend auf. Falls Sie schlafen und eine Wolldecke benützen: Führen Sie den Sitzgurt über (nicht unter) der Wolldecke durch, so können die Flugbegleiter ihn sehen und kontrollieren, ohne Sie wecken zu müssen.
  • Rauchen Sie nur in den dafür vorgesehenen Zonen des Flugzeuges und auf keine Fall in den Toiletten.
  • Trinken Sie nicht zu viel alkoholische Getränke; Alkohol wirkt sich in der dünnen Kabinenluft stärker aus als auf der Erde

Während des Landeanflugs und während der Landung gelten die gleichen Grundsätze wie während des Starts.


Im Falle eines plötzlichen Druckverlustes

  • Erschrecken Sie nicht über Lärm, schmerzende Ohren und plötzliche Kälte. Ergreifen Sie unverzüglich die nächst liegende Sauerstoffmaske und binden sie sich um. Damit Sauerstoff fließt, muss die Maske kräftig gezogen werden. sie müssen damit rechnen, dass kurzfristig Nebel Ihren Blick trübt; umso wichtiger ist es, dass Sie wissen wo die Masken etwa auftauchen.
  • Löschen Sie evtl. brennende Rauchwaren
  • Helfen Sie erst jetzt Ihren Sitznachbarn od. Kindern, die Sauerstoffmakse anzuziehen. Nur wenn Sie ihre eigene Maske schon aufgesetzt haben, können Sie anderen helfen, ohne selber in Ohnmacht zu fallen.
  • Bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Instruktionen des Kabinenpersonals.


Bei Feuer an Bord

  • Jedes Feuer entsteht einmal. Seien nicht Sie sein Urheber!
  • Falls Sie die Toilette betreten wollen und Ihnen Rauch entgegenqualmt: Schließen Sie die Türe unverzüglich und informieren Sie sofort, aber ohne Panik das Kabinenpersonal.
  • Bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Instruktionen des Kabinenpersonals.
  • Atmen Sie bei Rauch nie durch die Sauerstoffmaske, sondern durch ein feuchtes Taschentuch; es hält Rußpartikel zurück
  • Bedecken Sie Ihre Körperoberfläche so weit als möglich (Mäntel, Decken). Falls Sie Hemd oder Strümpfe aus Kunstfaser tragen: Ziehen Sie sie aus, da Kunstfasern stark brennbar sind.
  • Denken Sie, dass Rauch steigt; im unteren Teil der Passagierkabine ist die Luft meist besser als hoch oben. Versuchen Sie, so wenig Rauch wie möglich einzuatmen.


Notlandung

  • Bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Instruktionen des Kabinenpersonals. Bereiten Sie sich in der angegebenen Weise auf die Notlandung vor (zB durch Entfernen gefährlicher Gegenstände wie Brille oder Gebiss vom Körper). Ziehen Sie allfällige Schuhe mit hohen Absätzen aus, da sie die Notrutschen beschädigen könnten.
  • Ziehen Sie den Sitzgurt straff an, stellen Sie die Rückenlehne senkrecht und verstauen Sie das Tischen, allenfalls auch die Fußstützen und den Video-Bildschirm.
  • Gehen Sie auf den entsprechenden Befehl hin (meist „Bend down, hold your knees“ oder „Brace for impact“) in eine Kauerstellung wie in den Sicherheitsinstruktionen beschrieben. Falls Sie nicht in der Lage sind, sich so stark nach vorn zu beugen: Schützen Sie zumindest so gut wie möglich Ihren Kopf.
  • Bleiben Sie in der Kauerstellung, bis das Flugzeug eindeutig stillsteht und der Befehl zum Verlassen (meist „Emergency, open seat belt“ oder „Evacuate“) gegeben wird. Gleichzeitig ertönt ein für das Kabinenpersonal bestimmtes, schrilles Notsignal. Die Schilder mit der Aufschrift EXIT bei den Notausgängen sind beleuchtet, ebenso der Weg zu ihnen durch Leuchtbänder am Boden.

 

 
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